Unser erster Druck mit dem Ultimaker 2

Unser erster Druck mit dem Ultimaker 2


Wir haben beim genauer Hinschauen entdeckt, dass bei zwei der Schliessblöcke an den Achsen die Riemen leicht durch den Spalt verdreht waren. Zum Glück konnten wir die Riemen ohne etwas demontieren zu müssen wieder gerade in die Öffnungen legen.

Danach haben wir die Feinjustierung des Drucktischs ausgeführt, und das mitgelieferte Druckmaterial PLA eingespannt. Dies geht praktisch ohne grosses Zutun. Einzig von der Rolle über die Führungshilfe in den Extruder-Vorschub muss das Filament selber geführt werden. Nach ein paar Zentimeter langsamen Vorschubs kann durch erneutes Drücken auf den Knopf die Geschwindigkeit massiv erhöht werden. Das Filament stösst selbständig bis zur Druckdüse hinaus, was uns im ersten Moment etwas erschreckt hat. Zum Glück wird die Düse zuvor genügend aufgeheizt, sodass kein Stau entstehen kann.

Danach soll man dem Ultimaker 2 via Menü mitteilen, welchen Typ Material (PLA oder ABS) man gerade geladen hat. Den Drucktisch schmieren wir auf Anweisung in der Mitte mit dem mitgelieferten Leimstift ein. Diese Massnahme ersetzt das so lieb gewonnene blaue Klebeband.

Nun sei der Drucker für den ersten 3D-Druck bereit, und man soll von der mitgelieferten SD-Karte den UltiRobot auswählen und drucken lassen. Leider ist auf unserer SD-Karte nur das Kalibrierungsmodell und kein UltiRobot vorhanden. Also zurück ans Notebook und Cura geöffnet. Dort ein neues Geräteprofil hinzugefügt und den Güggel geladen. Slicing-Einstellungen auf Standards zurückgesetzt, einzig Touching buildplate Support hinzugefügt. Nun auf die SD-Karte und damit zum Drucker, der nun schon länger darauf wartet.

Die geschätzte Druckzeit 26min und die 0.33 m Materialverbrauch können praktischer Weise nun direkt am Display des Druckers abgelesen werden, wenn das betreffende Modell mit dem Drehknopf ausgewählt wurde.

Das Aufheizen nach dem Starten des Drucks dauert ziemlich lange, scheint der Ultimaker 2 doch den Tisch auch zu heizen.

Sehr gut gefällt uns, dass die verbleibende Druckzeit nun angezeigt, und auch noch ständig aktualisiert wird. Das war beim Ultimaker Original nur via OctoPrint möglich. Wie man auf dem nächsten Bild sieht, fehlt dem Ultimaker 2 auch noch eine Abstreiffunktion beim Starten des Drucks, damit das beim Aufheizen rausgelaufene Material nicht so nahe beim Druckobjekt deponiert wird.

Während des Drucks nimmt es uns Wunder, wie die genauen Einstellungen, insbesondere für die Temperatur sind. Diese sieht der Anwender nämlich nun nicht mehr, weder in Cura noch am Display während des Drucks. Wir finden diese Angaben im Menü TUNE, welches während des Druckvorgangs via Drehknopf verfügbar ist. Die Drucktemperatur beträgt demnach 220° C, die Temperatur des Tischs 75° C. Diese Informationen wie Temperatur sind für den Benutzer unserer Meinung nach auch nicht so relevant, kann er der Maschine ja nicht wirklich bei der Arbeit helfen damit.

Die Spannung steigt… wird der Druck bis zum Ende in der selben Qualität gelingen? Vielleicht versuchen wir dem Drucker doch mit positiven Gedanken etwas zu helfen?

Wir sind erfreut über die gute Druckqualität, welche der Ultimaker 2 auf Anhieb erzielt. Was uns etwas stört ist, dass nach dem Druck die effektive Druckzeit nicht angezeigt wird. Vielleicht lässt sich dies ja aber mit einer nächsten Firmware noch ändern. Nach dem Druck wird zunächst angezeigt, dass der Drucker abkühlt. Erst danach wird „Print finished“ angezeigt.

Informationen zum Objekt:

3db.ch?UmSG

Kommentare